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Abgebrannt – wir helfen?

Heute wurde mir per Twitter die Seite http://www.abgebrannt-wir-helfen.de übermittelt.
Es geht hier um eine junge Familie, die einen schweren Schicksalsschlag erleben musste: Ihre Dachgeschosswohnung wurde durch ein Feuer gänzlich zerstört; sie stehen nun ohne etwas da und wissen nicht so recht, was nun.
Darum wurde diese Seite ins Leben gerufen. Hier wird um Unterstützung jeglicher Art gebeten.
Ich finde das, was passiert ist sehr, sehr bedauerlich. Ich möchte mir nicht ausmalen, wie es mir in dieser Situation ginge. Alles weg. Nicht nur der eigentliche, materielle Besitz, sondern eben auch ideelle Dinge und Erinnerungen. Der Mann der Familie hat schwere Verbrennungen erlitten, bei dem Versuch das Feuer zu löschen. Es ist ein Horrorszenario, an das niemand denken will.
Wenn jemand helfen kann, sollte er es tun.

Doch viele von meinen Lesern kennen meinen Beruf. Und wer ihn kennt, weiß, dass ich eine Frage fast schon stellen muss:
Waren sie nicht versichert?
Eine einfache Hausratversicherung von nicht mehr, als vielleicht 15 Euro im monat hätte zumindest die materiellen Dinge übernommen. Zum Teil sogar Unterbringungskosten in einem Hotel.
Ich möchte einer jungen, schicksalsgebeutelten Familie an dieser Stelle keinen Vorwurf machen und in offene Wunden stechen.
Doch wieder einmal mehr muss ich, als angehender Versicherungskaufmann darauf hinweisen, dass es einfach nötig ist, Verischerungen abzuschließen. Nich gegen alles. Das wäre zu teuer. Aber sich gegen nicht zu versichern ist – offensichtlich – zu gefährlich. Liebe Leute, die ihr das lest: Ich bitte euch nicht als Versicherungskaufmann, sondern einfach nur als Mensch, der fast täglich solche Fälle erlebt: Spart nicht an dre falschen Stelle!
Eine ganze Existenz ausgelöscht, weil man 15 Euro im Monat sparen wollte. Das ist es doch nicht wert, oder?

Der Familie, der dieses grausame Schicksal widerfahren ist, kann ich finanziell leider nicht helfen. Dazu fehlen mir einfach die Mittel. Ich könnte ihnen eine Versicherung für die Zukunft anbieten. Aber Eigenwerbung zu machen ist auch nicht meine Intension mit diesem Text.
Ich wollte einfach an einem aktuellen Beispiel mal darauf hinweisen, dass wir nicht die Bösen sind, die nur das Geld der anderen haben wollen, sondern dass es das wirklich gibt, was wir versichern. Täglich. Überall. auch wenn man daran gar nicht denken mag. Vielleicht sind wir deshalb so verpönt. Weil wir den Leuten immer wieder zeigen, was passieren kann, sie immer wieder an die unangenehmen Dinge erinnern. Und wer will schon an unangenhme Dinge erinnert werden?

Der jungen Familie wünsche ich alles Glück der Welt. Mögen sie ihre Existenz wieder aufbauen können und von solchen Schicksalsschlägen zukünftig verschont werden…

Just my 5 Cents…

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  1. 13. Juli 2010 um 9:43 pm

    danke fürs weiterverbreiten.

    eine wichtige klarstellung: die junge familie IST versichert! aber es wird dauern, bis die versicherung zahlt und fraglich ist noch, in welchem umfang, und schon jetzt tauchen da erste schwierigkeiten auf.

    • 15. Juli 2010 um 10:30 am

      Wie gesagt – ich helfe gern. Ich bin zwar noch in der Ausbildung, aber kenne mich schon weit besser aus, als der normale Versicherungsnehmer. Außerdem weiß ich wo ich nachschauen muss, wenn es drauf ankommt und habe fähige Menschen um mich herum.

      I.d.R. sind Explosionsschäden versichert. Was es für Schwierigkeiten geben kann, weiß ich nicht. Meldet euch gern, wenn es Fragen gibt.

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