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Der Geldsauger

Freitag, 02.02.07, 00:32. Neubrandenburg.

Ich liege völlig gelangweilt in meinem Bett und schaue fern. Im Internet nichts
los (Ich fühle mich und meinen Blog momentan ziemlich ignoriert…), PC spielen
macht keine Laune und im TV… dasselbe. Und schlafen geht auch nicht.
Schließlich sind jetzt Ferien und die muss man bis zum Schluss voll auskosten.
Zap…Zap…Zap…Moment! Da war doch was. Ja! QVC – der wohl beste, größte,
einschläfernste und bekloppteste Verkaufssender der Welt bietet mir gerade
offenkundig einen niegelnagelneuen Staubsauger an, der so groß ist, dass ich
mich frage, wo da das Benzin rein kommt.
Der… nennen wir es mal „Verkäufer“ stellt sich gerade mit einem breiten
Lächeln hin, das scharf ans verzweifelte Grinsen eines Harz IV Empfängers
grenzt, wenn er nach 2 Stunden warten endlich an der Rezeption des
Arbeitsamtes angekommen ist und auch noch freundlich sein muss. Er schaltet
den Staubsauger ein und saugt… ich reibe mir die Augen. War ich schon im
Halbschlaf/ -delirium? Nein! Er saugt allen ernstes Münzen ein. Münzen! Was
soll ich mit einem Staubsauger, der mein Geld saugt?
Ich habe doch wohl schon genug „Geldsauger“, die nur mein Bestes wollen (=
Geld) und da soll ich mir so was dort auch noch holen?
Mal im Ernst. 19% Mehrwertsteuer aber immer noch 3,8% Arbeitslose. Das
macht bei rund 82.310.000 Einwohner etwa 3.127.000, die keinen Job haben.
Und bei 231 Einwohner pro km² macht das schlussendlich 8,7 Arbeitslose.
Merkt ihr es? Das sind gar nicht so wenige! (Wie der 0,7%ige Arbeitslose
ausieht, wüsste ich mal gern…)
Dann aber Erhöhung der Mieten, der Betriebskosten und des Essens? Ich weiß,
dass Politiker viel um die Ohren haben. Und auch, wenn ich es nicht für gut
heiße, dass sie SO viel Geld verdienen, machen sie echt einen harten Job. Aber
haben sie das Rechnen verlernt?
Wenn ich arbeitslos bin, freue ich mich darüber, wenn ich mir mal was leisten
kann. Wenn dann aber die Preise erhöht werden, kann ich mir nichts kaufen.
Ergo floriert die Wirtschaft nicht mehr und daraus folgt, dass man gar nicht
geschafft hat.
Aktueller Beleg? Der alljährliche, nicht mehr amtliche, aber trotzdem noch von
jedem durchgezogene WSV.
Ich gehe durchs Center und sehe überall bettelnde Vrkäufer und knallrote
Plakate, die mich um gute 1,5 Meter überragen und mit mir weißer (die ganz
harten sogar mit blauer oder grüner) Schrift ankündigen „70% Rabatt!“ und
mich darum anflehen, doch endlich etwas zu kaufen..
„Ah gut!“ denke ich. „Dann kostet meine Armani-Shorts bei 300€ nur noch
rund 90€! Da kann man ja zuschlagen!“ Im TV sieht man klagende, weinende,
verzweifelnde Geschäftsführer, die trotz des WSV nicht verkaufen. Klar – keiner
hat ja Geld.
Also liebe Politiker, bevor ihr Steuern erhöht, senkt die Arbeitslosen, damit die
Geschäftsführer, die Preise senken können und ihr die Steuern wieder erhöhen
könnt…ist doch ganz einfach….

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