Verfasst von: Christoph | 8. Februar 2010

Fluss

Nur ein Gefühl.
Nur ein Gedanke.
Nur ein flüchtiges Streben
ohne Wiederkehr.
Dein Kopf ist leer.
Deine Füße kühl.
Gedanken ohne Leben.

Denn ein Fluss fließt durch Dich.
Ein Fluss fließt durch mich.
Reißt alles hinfort, was bisher war;
Reißt es fort und es ist nicht mehr da.
Nimmt es mit sich, nimmt es fort.
Nimmt’s an einen weit entfernten, schöneren Ort.

Schwer fällt mein Kopf auf den Sand.
Ich will nicht mehr, weil ich nicht mehr kann.
Leblos fällt mein Ich von mir ab.
Mein Geist fliegt gen Himmel,
lässt den Körper hinter sich;
lässt vom Irdischen endlich ab.

Denn ein Fluss fließt durch mich.
Ein Fluss fließt durch Dich.
Reißt alles hinfort, was bisher war;
Reißt alles fort und es ist nicht mehr da.
Nichts hat vor ihm Bestand.
Nimmt uns mit in ein fremdes Land.

Jeder Schritt ist schwer.
Ich bleibe steh’n;
ich kann nicht mehr.
Setz’ mich leis’
auf den Boden meine Seele,
schlafe ein,
auf dass ich mich nicht mehr qäle.

Denn ein Fluss fließt in uns.
Reißt uns hinfort
an einen fremden
weiten
schöneren Ort.
Schwerelos und schnell
verlässt uns die Welt
weil uns hier nichts mehr hält.

Ich wache auf.
Mit Tränen im Gesicht.
Es war ein Traum.
So etwas, wie meinen Fluss
gibt es wohl nicht.

Denn ein Fluss floss duch mich hindurch.
Floss durch mich, floss durch Dich.
Riss alles hinfort
an einen stillen, fremden, unwirklichen Ort.
Schwemmte schlechtes Weg,
ließ gutes liegen.
Von diesem Fluss
ist nur meine Erinnerung geblieben.

Ich schlafe ein.
Träume vom Fluss
und uns’rem schönen Ort.
Träume von Licht und Wärme und Weisheit.
Und dann riss mein Fluss mich fort…

Verfasst von: Christoph | 21. Januar 2010

Wege durch die Nacht

Wege durch die Nacht

Allein gelassen und vergessen
stehe ich und schau dich an.
Die letzten Tränen war’n die letzten
nur schwerlich komme ich voran.

Ohne Willen, ohne Zweck,
lässt sich alles schwerlich tun.
Ich habe Hoffnung, doch schieb’ sie weg
und lasse mich selbst nicht ruh’n.

Beschwerlich mach’ ich meine Wege
durchs Gestrupp und Gezweig des Lebens
Auch wenn ich viele Zweifel hege,

weiß ich, es ist nicht vergebens.
Allein gelassen geh ich voran
mit dir auf meinem Weg vorn an.

Verfasst von: Christoph | 20. Januar 2010

Krieger des Lichts

Eigentlich wollte ich zu untenstehenden Titel von der Band Silbermond einen eigenen Text schreiben. Zu den Kriegern des Lichts.
Der Text sollte Mut machen und jene Leute aufrufen, den Mut nicht zu verlieren und trtz aller Hindernisse weiter zu gehen, für ihre Sache einzustehen und über Grenzen zu gehen. Selbst, wenn sie hin und wieder zu Boden geschleudert werden, rappeln sie sich immer wieder auf und gehen weiter. Weiter über Grenzen um neue Horizonte zu finden und zu erweitern. Sie springen über ihren Schatten und treiben sich immer weiter an. Sie sollen ihre Fehler erkennen, doch sie nutzen um an ihnen zu wachsen. Sie sollen keine Angst haben, ihre Schwächen zuzugeben, denn nur so kann man sie überwinden. Sie sollen ihrem Umfeld eine Stütze und einen Halt bieten.
Diese Krieger des Lichts führen ihren Kampf gegen die Dunkelheit, die es zweifelsohne genug auf der Welt gibt. Auf ihre ganz individuelle Art und Weise spenden sie anderen Licht, wenn es dunkel wird. Ihre Waffe sind ihr Mut und ihr Herz. Trotz ihrer Ängste, machen sie anderen Mut.
Und ob ihrer Unterschiedlichkeit, schaffen sie so ein Band, dass all diese Krieger des Lichts verbindet und eine unüberwindbare Macht schafft, die nichts aufhält. So lange, wie sie sich ihrer Mitstreiter bewusst sind und sie zu sich und eben jenen Kumpanen halten.

Aber was rede ich. Der Titel sagt schon alles.
Erhebt euch, Krieger des Lichts. Man braucht uns.

Lyrics

Verfasst von: Christoph | 20. Januar 2010

Mein Fall

Ich habe gerade eine kleinen Fund gemacht, der da ältere Texte von mir sind. Einige davon möchte ich in nächster Zeit veröffentlichen. Hier der erste davon…

Montag, 12. Juni 2007, Neubrandenburg, 00:36

Normalerweise komme ich auf meine Ideen für Blogs, während ich fernsehe oder durch die Welt um mich herum gehe und beobachte. Doch jetzt hat mich der Zufall, das Schicksal oder nennt es, wie ihr wollt, in eine ganz andere Gegend geschickt, um meinen neuen Blog zu schreiben: einen Traum.

Der Traum, von dem ich nun berichte war für mich kein schöner, jedoch auch kein schrecklicher. Der Traum, von dem ich nun berichte, wird sicher dem ein oder anderem ziemlich blöde vorkommen und doch hat er mehr mein Denken beeinflusst als irgendetwas in letzter Zeit.

Ich war auf einem riesigen Aussichtsturm. Das Wetter war sonnig und man konnte von den, ca. 100 Metern, die ich über der Erde stand weit sehen.
Der Turm existiert nicht wirklich.
Und doch kam er mit bekannt vor, wie ein weltweit bekanntes Monument, wie die Freiheitsstatue. Und ich oben drauf.
Er hatte die Form einer schmalen Pyramide, der die Spitze fehlt und hatte eine braun-rote, aber freundlich wirkende Farbe und der Platz vor ihm, der weit war und aus Betonplatten, mit vereinzelten Bäumen darauf, bestand, war gefüllt mit so vielen Menschen, dass ich sie nicht schätzen konnte.
Und ich stand oben und konnte sie alle sehen.
Nun, ich weiß nicht warum, denn in einem Traum ist ja immer alles sehr lückenhaft, aber irgendwie lief ich plötzlich los.
Ohne Grund lief ich auf die Kante zu. Nicht, weil ich springen wollte und vielleicht wollte ich nur wieder runter und habe mich in der Geschwindigkeit verschätzt – ich weiß es einfach nicht.
Aber ich fiel.
Es gab kein Geländer und ich konnte mich nicht mehr halten. Ich stolperte nach vorn und meine Füße verließen den Boden unter mir und für einen kurzen Moment schien ich zu schweben.
Der endlose Himmel über mir und einhundert Meter unter mir ebenfalls nichts.
Und dann fiel ich.
Das Adrenalin stieg in mir auf und rauschte in meinen Ohren. Ich schrie nicht. Ich sagte nichts. Denn ich konnte und wollte es nicht. Nur meine Augen wurden größer, denn ich erkannte, was passierte.

Völlig sachlich ging ich an die Sache ran. Es war vorbei. Es gab keine Chance mehr, zu überleben. Unter mir war nichts und ich würde nicht lang genug fallen, als dass irgendwer irgendetwas tun könnte. Blitzschnell ging ich alles durch, was möglich wäre und kam zu nichts. Ebenso schnell, was unmöglich wäre und kam zu allem.
Ich gab mich dem Ergebnis hin.
Im Fall drehte ich mich um die eigene Achse, so, dass ich den Himmel sah.
Langsam verflog das Kribbeln im Bauch, das man auch hat, wenn man in der Achterbahn sitzt.
Ich dachte an meine Freundin Lilli. Es tat mir Leid, dass ich jetzt ein Loch in ihr Leben reißen würde.
Ich dachte daran, dass das gesamte Leben eigentlich an mir vorbeirauschen müsste. Wie ein Film, so, wie man ja darüber immer liest. Aber es tat sich nichts. Ich fiel einfach und drehte mich wieder.
Ich spürte die Sonne auf meiner Haut. Spürte den Wind in den Haaren und ich sah die Welt immer näher kommen.
Und dann wachte ich auf.

Ein ganz normaler Alptraum, mag der ein oder andere jetzt sagen.
Aber denkt darüber nach: Träume passieren in euch. Ihr fühlt es wirklich und so nahm mich mein eigener Tod doch schon ziemlich mit.
Der Fall, die Logik mit der ich daran ging und auch diese Gefühle nahmen mich mit, doch das, was mich wirklich immer noch zum nachdenken bringt, ist, dass ich nichts schrecklich fand, keine Angst hatte und vor allem mit einem Lächeln aufkam…

Verfasst von: Christoph | 20. Januar 2010

Zufall

Ich glaube
im Gegensatz zu mach and’rem,
dass wir weniger von Gott geschaffen, denn
ich glaube,
dass allemann
sind, was jeder einzeln kann.
Klar gesprochen heißt das dann,
dass wir selbst uns selbst geschaffen.
Uns selbst, uns’re Welt, Freude, Waffen…

Die uns’re Existenz,
wer richtig hinschaut, erkennt’s,
ist nur ein großer Zufall.
Staub, Schleim und Erde
kamen glücklicherweise
so zusammen, dass draus der Mensch dann werde.

Letztendlich dann
widerten wir uns selber an
und dann
suchten wir eine Ausrede
und erfanden Gott, dass er uns nach dem Leben eben
Erlösung gebe.

Doch Gott sind wir selbst,
nur eben nicht allein.
Drum sollten wir in unserem Denken
manchmal etwas göttlicher Sein.

Doch Zufall, Blasphemie oder Antipathie
hin und her.
Einzig sichrer Fakt für mich ist der:
Ich gebe hier und gerne zu -
der, für mich beste Zufall,
der bist Du.

Verfasst von: Christoph | 19. Januar 2010

Nur ein Mensch…

Dieser Text ist völlig frei aus dem Bauch heraus geschrieben. Er legt keinerlei Wert auf Form und/oder Ausdruck und wird auch nicht noch einmal liegen gelassen um ihn anschließend zu überarbeiten.
Er entsteht aus einer Laune. Einer Laune, die ich schon lange in mir trage; tragen werde.
Nichts desto trotz tut es gut, hin und wieder auf diesem Wege etwa davon heraus zu lassen.

Ich bin ein Mensch, der… nein. Anders. Ich bin ein Mensch. So ist es richtig. Fange ich damit an, was ich bin und komme so vielleicht auf die richtigen Trichter, warum ich so bin.
Nun, ich bin also ein Menschn. Und es liegt, das ist allgemeinhin gültig, in der Natur des Menschen, nicht immer korrekt zu handeln.
Ein weiteres Indiz dafür, dass ich wirklich ein Mensch bin.
Denn ich habe vielen anderen Menschen Schmerz und Trauer gebracht. Ohne es gewollt zu haben, aber doch oft mit einer leisen Vorahnung im Hinterkopf, die ich allerdings immer erfolgreich unterdrückte.
Und es tut mir leid. Denn obgleich ich mich als einen Menschen einschätze, der stets versucht, das richige zu tun, bin ich einer jener Menschen, die so oft genug noch alles schlimmer machten und machen.

Ich möchte mich hiermit entschuldigen. Entschuldigen bei jenen, deren Wege ich folgenschwer gekreuzt habe. Jene, die ich beeinflusst habe. Vermeindlich zum Guten und die dann doch in ein Loch fielen. Oft meinetwegen. Es tut mir Leid, dass ich euch so sehr vertrauensvoll vorkam und schlussendlich sehr häufig eine neue Tür ins Leere aufging. Entschuldigung an alle, die ich enttäuscht habe – es war nie meine Absicht.
Verzeiht, wenn ich euch allein ließ, wann ich hätte da sein sollen, verzeiht, dass ich oft nie hielt, was ich versprach.

Ich kann nichts davon leugnen. Ich stehe jeden Tag vor dem Spiegel und sehe jeden einzelnen von euch. Jene, die ich heute noch Freunde nenne, die an mich aber nicht einen Gedanken mehr verschwenden und verschwenden wollen.
Ich sehe euch immernoch. Und ich vermisse euch. Vermisse die Möglichkeit, es besser zu machen. Meine Versprechen zu halten, der Held zu sein, für den ihr mich einst hieltet.

Doch ich kann es leider nicht. Ich kann nicht all meine Versprechen halten. Nicht für jeden da sein, für den ich da sein müsste, nicht immer stark sein, wenn ich stark sein müsste. Nicht immer klug sein, nicht immer zuverlässig. Denn ich bin es nicht. Und werde es nie sein. Ich bin kein Held. Auch wenn ich es gern wäre.
Ich bin schlicht und ergreifend
nur ein Mensch.

Verfasst von: Christoph | 5. Januar 2010

Friends of mine: Squirrel

Diesmal in der Hauptrolle: Lilli Krebs

Verfasst von: Christoph | 21. Dezember 2009

Winterdienst

Montag, 21. Dezember 2009, 10:22, Irgendwo in Neubrandenburg

Das Telefon klingelt.
Der Mann geht verschlafen, vom Bimmeln geweckt, ran: „Ja? Was gibt in dieser herrgotts Frühe?“
Am anderen Ende der Leitung ist die fast schon panische Stimme eines jungen Mannes zu hören:
„Sir… es ist passiert. Es hat geschneit.“
Blitzartig wird der Mann wach. „Was!? Wie konnte nur… großer Gott. Krisensitzung.“
„Wann, Sir?“
Der Mann schaut auf die Uhr: 10:25 – eigentlich noch ziemlich früh. „Nun… geschneit hat es nun schon – da können wir nichts mehr dran ändern. Sagen wir gegen 12.“
„Gegen 12, Sir. Alles klar. Ich werde die anderen benachrichtigen.“
„Tun Sie das, Bob. Tun Sie das.“ Der Mann legt sich noch mal hin.

11:58, Zentrale des Neubrandenburger Winterdienstes

„Meine Herren, dieser Schlag traf uns völlig unerwartet. Wir haben Dezember und seit Tagen Minusgrade. Aber wir sind schließlich keine Wetterexperten. Wir konnten ja nicht ahnen, dass es schneit.“
Zustimmendes Gemurmel.
„Ruhe bitte. Also – was machen wir jetzt?“
Schweigen.
„Kommen Sie! Sie müssen doch eine Idee haben, was wir tun können! Sie sind Spezialisten. Die Elite! Bob – irgendeine Idee?“
„Salz vielleicht, Sir.“
„Salz… keine schlechte Idee, Bob. Aber mein Essen schmeckt mir so. Danke.“
„Aber Sir. Ich meine, vielleicht sollten wir das Salz auf die Straßen streuen.“
Gekicher und Gemurmel.
„Bob – ich weiß schon, warum Sie eigentlich nur mein Sekretär sind. Salz auf die Straßen… wer soll das bezahlen!? Außerdem schmeckt Asphalt ganz fürchterlich.“
„Sir, bezahlen nicht die Steuerzahler das Salz?“
„Nein. Die bezahlen meine Kfz-Versicherung und mein Essen, dass sie beinahe versalzen hätten.“
„Oh.“
„Weitere Vorschläge?“
Wieder Stille. Ein verhaltendes Melden weiter hinten.“
„John. Was gibt es.“
„Sir – die Bürger werden unruhig. Wir sollten auf den Straßen präsent sein.“
„Hm… gut. Notfallplan Beta. Alarmstufe rot. Wir werden drei Wagen rausschicken. Zwei davon werden vorrangig nur dafür da sein, damit wir Präsenz zeigen. Sie fahren vor allem die viel befahrenen Straßen ab. Nur fahren, kein Streuen. Wir nehmen übrigens Sand. Der ist billiger – dann kann ich nachher noch zum Thailänder. War schon seit einer Woche nicht mehr da. Der dritte Wagen streut tatsächlich. Nehmen sie zuerst die kleinen Straßen, damit sie weniger Streumaterial verbrauchen. Vielleicht bleibt so noch was für morgen übrig.“
Genervtes Gemurmel im Raum.
„Sir… wann dürfen wir Feierabend machen?“
Der Chef schaut auf die Uhr. 12:15. Bald ist Mittagspause. Endlich.
„Hm… gegen 18 Uhr sollte es reichen. Nehmt euch ein paar gute CDs mit in die Wagen, dann geht die Zeit schnell vorbei.“
Zustimmendes Gemurmel.

17:32, Lindenberg, Neubrandenburg.

Ich stehe, trotz zwei Paar Socken, Pullunder, Hemd, zwei T-Shirts, einem Pullover, Winterjacke, gefütterter Schuhe und Mütze, schlotternd an der Bushaltestelle.
Kein Wunder. Schließlich sollte der Bus seit einer halben Stunde hier sein. Seit 25 Minuten sehe ich ihn auch schon. Sehe ihn, wie er vergebens versucht, die Anhöhe zu erklimmen. Mittlerweile schieben Busfahrer und Passagiere gleichermaßen an, rutschen dabei aber immer wieder auf der nicht geräumten Straße aus.
Sieht eigentlich sogar lustig aus. Würde gern lachen. Kann aber nicht. Meine Gesichtsmuskeln sind taub. Ich seufze. Mein Atem kondensiert und steigt in einem Nebel auf. Mich würde es nicht wundern, wenn er in ca. 30 cm Höhe wieder gefrieren würde und zu Boden fiele. Gespannt höre ich hin, ob es vielleicht klirrt. Nichts. Schade eigentlich.
Ich sehe, wie der Busfahrer sich resignierend in seinen Bus setzt, einen Funkspruch abgibt und dann anfängt, bitterlich zu weinen. Der Bus fällt heute wohl aus.
Wieder seufze ich. Dann mache ich mich auf den Weg.
Die Hauptstraße entlang gehend entdecke ich ein Räumungsfahrzeug, wie es über die noch immer nicht geräumte Straße fährt. Der Fahrer wippt zu offensichtlich stark rhythmischer Musik hin und her; er scheint ganz gut drauf zu sein. Nur beiläufig erkenne ich, dass das Räumfahrzeug nichts räumt.
Der Verkehr auf dem Neubrandenburger Ring steht. „Rien ne va plus.“ – Nichts geht mehr. Zwischen den stehenden Fahrzeugen erkenne ich Kinder, die mit dem Schnee spielen. Sie haben bereits eine niedliche Schneeburg gebaut, die nun überlebensgroß und als detailgetreues Abbild von Helms Klamm aus dem Herrn der Ringe, Teil 2, zusammen mit Wasserspeiern, Gandalf, Gimli, Legolas, Aragon, weiteren hundert Menschen und Elben und ein paar Pferden am Schwanenteich thront. Gerade sind die Kinder dabei, die angreifenden Orks zu bauen und stoßen dabei auf das Problem, dass ihnen der Platz fehlt.
Ich bleibe kurz zwischen den Autos stehen um mir das Bauwerk anzuschauen, dass ca. 30 Meter über mir sein Ende findet. Ganz oben setzt eines der Kinder gerade den letzten Schnee-Ziegelstein ins Mauerwerk und vollendet damit die Festung. Applaus. Standing Auvations. Menschen liegen sich staunend in den Armen. Die Straßenlaternen beleuchten die Szenerie in ihrem gelben Licht und wieder fängt es an zu schneien. Mir wird ein Becher mit warmen Glühwein gereicht, den jemand weiter hinten auf einem Campingkocher in seinem Kofferraum erhitzt.
Überall stehen Menschen zwischen den ruhenden Autos und betrachten Helms Klamm und die Orks. Sie unterhalten sich. Fremde, die sich nie zuvor getroffen haben. Pärchen liegen sich in den Armen und trinken gemeinsam ihren Glühwein. Ein Polizist zeigt einem staunenden Kind seinen Polizeiwagen von innen. Trotzdem versprüht das alles hier eine wunderbar winterliche Ruhe.
Ich setze mich auf den Kofferraum eines Autos, das nahe bei mir steht. Der Besitzer des Wagens steigt aus und prostet mit lächelnd zu, bevor er losgeht, um sich den Innenhof der Feste vor uns anzuschauen.
Der Glühwein wärm mich von innen; ein wohliges Gefühl. Ich muss lächeln. So habe ich mir Weihnachten immer vorgestellt: Keine Hektik, kein Lärm, kein Stress. Fröhliche Menschen.
All das, weil es schneit und nichts mehr geht und alles gezwungen wird, zu stehen und sich mit seinem Nächsten zu beschäftigen. Das ist mein Weihnachtswunder. Hier wurde ein ganz spezieller „Winterdienst“ verrichtet. Manchmal muss man die Leute eben zu ihrem Glück zwingen, oder?
Wie gut, dass es unseren Winterdienst gibt…

Verfasst von: Christoph | 10. November 2009

Ich kam, las und war begeistert

Eine Lesebühne.
Das ist, wenn sich ein paar kreative Köpfe in einem Etablissment treffen, um dort ihre – ebenso kreativen – literarischen Ergüsse vor Publikum vorzutragen.
Und da war ich.
“Schmalz und Marmelade” hatten mich eingeladen, im Schweriner Freischütz zum globalen Thema “Terminschwierigkeiten” vorzulesen. So saß ich also am 08.11.2009 im kreise kreativer Köpfe vor einem Publikum, um meine kreativen Ergüsse von mir zu geben.
Und es war ein tolles Erlebnis. Nicht nur, dass das Publikum offenbar Gefallen an meinem Vortrag hatte, allein das Zuhören bei den Werken der drei weiteren anwesenden Wortschöpfern, war derart inspirierend, dass mein Kopf vor potenziellen Ideen fast platzt.
Falls jemand Spaß an humorvollen und geistreichen Texten hat, sollte er dringend nach dem nächsten Termin von “Schmalz und Marmelade” Ausschau halten und ihn unbedingt wahrnehmen – es lohnt sich!

Gibt es sonst noch etwas?
Ach ja! Die CD!
Holt euch die CD!
Ich habe lange nicht mehr so laut und herzhaft gelacht, wie ich es beim Hören der CD “Ihr Klatschen auf CD” getan habe. Ganz großes Kino. Für die Ohren. Versteht sich. Und das Herz.

Verfasst von: Christoph | 27. Oktober 2009

Friends of mine: “Murphy”

Diesmal in der Hauptrolle:
Thomas Franke =)

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